08 Jan

Trauma-Coaching mit Somatic Experiencing®

Befreiung von Entfaltungsbegrenzern durch Selbstregulierung

Somatic Experiencing (SE) ist nicht nur eine geniale Traumatherapie, sondern fördert sehr das Bewusstsein für die eigenen Ressourcen, steigert die Resilienz (Widerstandskraft), stärkt Selbstbewusstsein und  Autonomie und erweitert persönliche Fähigkeiten. SE hilft damit auf sehr nachhaltige Weise, nicht nur die Folgen von Schock und Trauma aufzuarbeiten, sondern auch dabei, sich aus der Umklammerung eines permanenten Leistungsdrucks und anderer Stressoren zu befreien.

Zur Unterstützung einer authentischen Potenzial-Entfaltung bietet Somatic Experiencing ® vier große Vorteile:

  1. Bremsende Gefühle wie Ängste, selbstsabotierende Glaubenssätze können verarbeitet, Potenzial kann freigelegt werden, das durch traumatische Prägungen verdeckt wurde.
  2. Ziele, Visionen, Verhaltensweisen können im Nervensystem durch angenehme Gefühle verankert werden. Die natürliche, erfüllende, lustvolle Entfaltung gewinnt mehr Spielraum.
  3. Die Kapazität, mit Stress, auch emotionalem Stress, gelassen-souverän umgehen zu können, wächst mehr und mehr.
  4. Der Kontakt mit sich selbst und damit das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Kapazitäten nimmt zu, was wiederum die freie selbstbestimmte Entfaltung fördert.

Je mehr sich das Nervensystem von solchen alten Ladungen und Reaktionsmustern befreien kann, desto freier kann sich der Menschen entfalten. Desto mehr kommt er aus dem Gefängnis all dieser Lebensbegrenzer heraus und kann ein selbstbestimmtes, erwachsenes Leben führen.

Wer ist von Traumata betroffen?

In unserer Gesellschaft ist kaum jemand ohne die Prägung durch traumatisierende Erlebnisse aufgewachsen. Nahezu jeder hat Momente erlebt – im frühen Kindesalter oder auch als Erwachsener, die von seinem Nervensystem als lebensbedrohlich wahr genommen wurden und höchsten Stress auslösten. Auch wurden unerlöste traumatische Prägungen der Eltern unbewusst auf die Kindern übertragen. Wenn man sich die schwer belasteten Leben unserer Eltern und Großeltern im letzten Jahrhundert vor Augen führt, war das gar nicht zu vermeiden.

Traumatisierende Ereignisse aktivieren im Nervensystem höchste Stresspegel. Der Organismus richtet sich auf Kampf oder Flucht ein und geht, wenn beides nicht möglich ist, in die Erstarrung (Totstellreflex). Beispielsweise kann das Kleinkind das Weggehen der Mutter als äußerst bedrohlich erleben, während die Mutter weiß, dass ihr Kind sicher ist – und es schreien lässt – fühlt das Kind tiefe Verzweiflung, Verlorenheit und höchsten Stress. Verschiedene Schutzmechanismen und Kontaktstrategien werden aufgebaut, um das nie wieder erleben zu müssen.

Ein Trauma kann wie eine Wolke die Wahrnehmung der Sonne trübenWerden nun diese traumatischen Organisationen im Körper, die als natürliche Schutzreaktionen dienten, gar nicht oder nur unvollständig wieder aufgelöst, werden im Nervensystemen Ladungen gespeichert, die sich – Jahrzehnte nach dem Geschehen – immer noch (lebens-)bedrohlich anfühlen können. Vielfältige psychosomatische Störungen und Beschwerden, deren Entstehung wir uns nicht erklären können, können ihre Ursache in diesen gebundenen Energien haben. Besonders intensiv und verwirrend können diese Einflüsse sein, wenn sich die Wirkungen mehrerer Traumata überlagern. Der Organismus verhält sich ja, als ob die Bedrohung(en) weiter bestehen würden. Kein Wunder, dass dann permant ein sehr hohes, sehr ungesundes Stress- und Erregungsniveau im Nervensystem gehalten wird.

Da es zu unseren (gesunden!) Überlebensstrategien gehört, dass wir alles ins Unbewusste verschieben, was sich bedrohlich und als ein „Zuviel“ anfühlt, verlieren wir den Zugang dazu. Wir lenken uns bestmöglich ab, tun alles, um dieses bedrohliche Gefühl aus unserem Erleben fern zu halten. Nur mit einer subjektiv sicheren, vertrauenswürdigen und behutsamen Vorgehensweise kommen wir wieder an diese alten Organisationen und Ladungen heran. Somatic Experiencing® stellt eine solche sanfte Methode dar, die das Nervensystem einlädt und unterstützt, sich auf natürliche Weise zu regulieren und die gebundenen Energien wieder in den Fluss zu bringen. Dabei bestimmt die Weisheit des Körper-Geist-Systems selbst den Weg, den Umfang und das Tempo.

Erfahren Sie hier noch mehr über Somatic Experiencing®

S O M A T I C E X P E R I E N C I N G ® K E N N E N L E R N E N ?

Gerne stehe ich Ihnen für eine Probesitzung zur Verfügung, damit Sie SE „live“ erleben können. Vereinbaren Sie einen Sitzungs-Termin:  0 81 92 – 99 55 020

Fragen und Antworten zu Somatic Experiencing®

Wie entstehen, wie wirken Traumata?

Ein Trauma ist grundsätzlich jedes Ereignis, das unseren Schutz (unsere Grenzen) verletzt und in uns Gefühle von Überwältigung, Hilflosigkeit, Ohnmacht verursacht. Typische Ereignisse sind zum Beispiel:

  • (Verkehrs-)Unfälle, Stürze, Schocks
  • Operationen, zahnmedizinische Behandlungen
  • schwere Krankheiten
  • Verletzungen, Mißbrauch
  • Bindungsstörungen im Kontakt mit Eltern, schädigende „erzieherische“ Maßnahmen
  • Verlust eines nahestehenden Menschen
  • Gewalteinwirkung, Krieg, Naturkatastrophen

Grundsätzlich sprechen wir von Trauma, wenn eine Kampf-, Flucht- oder Erstarr-Organisation im Nervensystem nicht wieder aufgelöst und abgebaut werden konnte. Dann erleben wir die Folgen des Traumas in Reaktionsweisen, Verhaltensmustern, Überzeugungen, Gefühlen, Gedanken, die unbewusst noch mit der traumatisierenden Erfahrung verbunden sind. Oft zeigen sich beängstigende, verwirrende psychische und körperliche (chronische Beschwerden, Sucht), häufig auch soziale Symptome (zum Beispiel Kontaktschwierigkeiten, Rückzug).

Unbedingt zu erwähnen sind auch sogenannte „intergenerationelle“ Traumata, die wir unbewusst von unseren Eltern und Ahnen übernommen haben. Man muss sich einmal vorstellen, dass in den Jahren nach 1945 deutsche Psychiater bei schwerst traumatisierten Kriegsheimkehrern zum Beispiel einfach nur ein „Bedürfnis nach einer Rente“ diagnostiziert haben. Klar, dass solche unerlösten Leiderfahrungen Auswirkungen auf das (Erziehungs-)Verhalten und die Präsenz unserer Eltern hatten.

Das Gebiet der psychischen Traumata wurde erst zaghaft in den 1970er Jahren (Vietnam-Veteranen), dann intensiver seit Mitte der 1990er Jahre erforscht. Die sogenannte posttraumatische Belastungsstörung – Spätfolgen eines Traumas – wird erst seit etwa 1990 ärztlich diagnostiziert.

Typische Symptome - Auszug
  • Überregbarkeit, Gereiztheit, Angespanntheit, Ungeduld
  • hohes Stress-Niveau mit Unruhe, Hektik, Nervosität, „Tunnelblick“
  • Schlafstörungen, Unfähigkeit zu Entspannung
  • Spannungs-Kopfschmerz/Migräne, Muskelverspannungen
  • Angst- und Panikattacken
  • Depressionen, Teilnahmslosigkeit, Burn-out
  • Beschwerden oder (chronische) Schmerzen ohne medizinischen Befund
  • therapieressistente Symptome und Krankheiten
  • Antriebslosigkeit, Energielosigkeit, Entfaltungsblockaden, Selbstsabotage
  • Bindungsunfähigkeit, Kontaktschwierigkeiten
  • u.v.m.
Wie verläuft eine Somatic Experiencing®-Sitzung?

Mit der Klientin, dem Klienten werden zunächst geeignete Ressourcen entwickelt. Das stärkt die Bereitschaft und Fähigkeit, sich dem Trauma langsam anzunähern. Im Pendeln zwischen Ressourcen und der traumatisierenden Erfahrung wird die gebundene Energie in kleinen Schritten behutsam gelöst. Diese kleinen Einheiten sind notwendig, damit die frei werdende Energie wieder integriert werden kann. Das Nervensystem findet durch diese Befreiung zu seiner ursprünglichen Selbstregulierungsfähigkeit zurück. Meist lösen sich Trauma-Symptome dann von alleine auf.

Schritte im Heilungsprozess sind: Ressourcenbildung, Erdung, Zentrierung, Nachspüren von Körperempfindungen, Verhaltensweisen, Gefühlen, Gedanken, Bildern und Bewegungen. Die für das Voranschreiten entscheidenden Impulse kommen immer aus der Weisheit des eigenen Körper-Geist-Systems, das jeweils am besten erkennt, was gerade gebraucht wird.

Mit Somatic Experiencing® ist es im Gegensatz zu anderen Methoden möglich, ohne die erinnerte Historie des Ereignisses zu arbeiten, wenn das Ereignis zu belastend erscheint. Auch kann durch die gehaltene, sanfte und schrittweise Vorgehensweise eine Retraumatisierung praktisch ausgeschlossen werden.

Nutzen aus der Arbeit mit Somatic Experiencing®

Das Nervensystem entlädt sich und gebundene, gestaute Energien kommen wieder in den Fluss. Psychische und körperliche Symptome verschwinden oft sehr schnell und das Leben schwingt wieder natürlich zwischen den Polen von Erregung und Beruhigung, von Anspannung und Entspannung. Der Stresspegel sinkt. Entspannung wird leichter möglich. Klienten gewinnen durch die SE-Arbeit Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die eigene Kraft und Leistungsfähigkeit zurück. Durch die Reintegration von verdrängten Persönlichkeitsanteilen stellt sich mehr und mehr ein stärkendes Gefühl von Ganzheit und Befreiung ein. Entfaltungsblockaden und selbstsabotierendes Verhalten können verschwinden. Oft spricht man auch davon, „in die eigene Kraft zu kommen“.

Wie ist Somatic Experiencing® entstanden?

Somatic Experiencing® wurde von dem amerikanischen Psychologen und Biophysiker Dr. Peter A. Levine auf der Basis von rund dreißigjähriger Forschungstätigkeit über Trauma und Stress entwickelt. Dr. Levine war unter anderem Berater der NASA und lehrte an zahlreichen Kliniken und Schmerz-Zentren in den USA und Europa. Eine seiner großen Visionen ist, die Beziehung zwischen Trauma und dem scheinbar ewigen Kreislauf von Gewalt und Krieg zu durchbrechen.

Dank ausgiebiger Beobachtungen der Tierwelt stellte Dr. Levine u.a. fest, dass Tiere sehr oft traumatisierende Erfahrungen erleben, ohne dass in deren Nervensystemen schwerwiegende Folgen zurück blieben. Er erkannte, dass die Ursache dafür in einer ungestörten natürlichen Selbstregulation des Nervensystems besteht. Auf Basis dieser Selbstregulationsfähigkeit, die ebenso beim Menschen vorhanden ist, entwickelte Dr. Levine das „Somatic Experiencing®“.


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Lesenswertes über Somatic Experiencing®

Unten finden Sie Bücher von Dr. Peter A. Levine und anderen, die ich Ihnen sehr empfehlen möchte. Das gilt auch für das Buch von Dr. Laurence (Larry) Heller, einem sehr erfahrenen SE-Praktiker der ersten Stunde (und mein sehr geschätzter Lehrer).

Übrigens: Unterstützen Sie doch den lokalen Buchhandel und kaufen Sie Ihre Bücher dort. Da bietet sich beste Gelegenheit zum Schmökern in der reichhaltigen Fachliteratur.

Sprache ohne Worte

Sprache ohne Worte

Wie unser Körper Trauma verarbeitet und uns in die innere Balance zurückführt.
Dr. Peter A. Levine


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Trauma-Heilung – Das Erwachen des Tigers.

Unsere Fähigkeit, traumatische Erfahrung zu transformieren.
Dr. Peter A. Levine


Peter A. Levine

Verwundete Kinderseelen heilen

Wie Kinder und Jugendliche traumatische Erlebnisse überwinden können.
Dr. Peter A. Levine


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Entwicklungstrauma heilen

Alte Überlebensstrategien lösen, Selbstregulierung und Beziehungsfähigkeit stärken: Das Neuroaffektive Beziehungsmodell zur Traumaheilung NARM.
Dr. Laurence Heller

Weitere Informationen zum Coaching:

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